Symptome:
Welche Beschwerden macht Endometriose?
Das Endometriosegewebe ist wie die Gebärmutterschleimhaut von weiblichen Geschlechtshormonen Östrogen bzw. Gestagen abhängig und wird durch diese beeinflusst. Damit lässt sich auch erklären, warum endometriosetypische Symptome, vor allem kurz vor oder während der Monatsblutung auftreten.
Typische Beschwerden bei Endometriose sind: Krampfartige bis unerträgliche Regelschmerzen, chronische Bauch- und Rückenschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und sogar Schmerzen beim Stuhlgang oder beim Wasser lassen. Viele Endometriose-Patientinnen benötigen Schmerzmittel.
Viele Endometriosepatientinnen leiden unter unerfülltem Kinderwunsch (Unfruchtbarkeit). Ursache hierfür sind die muskuläre Überaktivität der Gebärmutter mit der Folge einer verkürzten Verweildauer der Spermien im Eileiter, ggf. eine Besiedlung der Eileiter mit Endometrioseherden und den damit verbundenen eingeschränkte Funktionsfähigkeit der Eileiter, die reduzierte Eierstockaktivität bei Endometriosezysten im Eierstock, und natürlich auch endometriosebedingte Verwachsungen im Unterbauch.
Auch spielt das Immunsystem eine Rolle. So kommt es als Nebeneffekt der Gebärmutterüberaktivität zu einer vermehrten Anhäufung von „genetisch fremden“ Spermien in der Bauchhöhle und einer Überaktivierung des Immunsystems. Auch wird das Immunsystem durch die "chronischen Entzündung", dauernd gereizt.
Teilweise wird erst im Rahmen der Ursachenforschung bei unerfülltem Kinderwunsch zum ersten Mal eine Endometriose diagnostiziert.
Endometriose kann starke Schmerzen auslösen aber es ist auch möglich, dass die Endometriose über Jahre einen schmerzfreien Verlauf hat und demzufolge sehr spät erkannt wird.
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