Ursachen:
Woher kommt die Endometriose?
Eine allumfassende Erklärung, wie die Krankheit Endometriose entsteht, gibt es noch nicht. Während der Regelblutung (Menstruation) kommt es bei allen Frauen nicht nur zu einer Blutung aus der Scheide, sondern auch zu einer rückwärtsgerichteten sogenannten retrograden Menstruation, d.h. zu einer Blutung durch die Eileiter in den Bauchraum. Dieses Menstruationsblut enthält lebendige und damit einnistungsfähige (vitale) Gebärmutterschleimhautzellen.
Es besteht auch die Idee, dass diese Zellen eine Art Stammzellcharakter haben, so dass diese Zellen im Körper nicht abgebaut, sondern sich an einem anderen und somit für die Gebärmutterschleimhautzellen, fremden Ort ansiedeln können. An diesen Orten bilden sich dann Endometrioseherde.
Auch gibt es die Theorie, dass die Endometriose eine Erkrankung der Gebärmutter ist und die Endometriosezellen aus der tiefsten Schicht der Gebärmutterschleimhaut stammen und durch eine Art „ungeklärte Überbeweglichkeit“ (Hyperaktivität) des Gebärmuttermuskels oder durch kleinste Verletzungen. Diese Zellen werden dann aus dem Zellverband gelöst und gelangen in den Bauchraum, indem sie anwachsen.
Schließlich spielen Hormone und das Immunsystems eine nicht zu unterschätzende Rolle. Auch geht man von einer gewissen Erblichkeit der Endometriose aus, da es eine familiäre Häufung gibt. Das jeweilige Risiko steigt, wenn bereits Verwandte ersten Grades, also z.B. die Mutter oder eine Schwester, an Endometriose erkrankt sind.
Von Wissenschaftlern werden auch Umwelthormone wie beispielsweise PCB, DDT oder Dioxine für eine Häufigkeitszunahme dieser Erkrankung verantwortlich gemacht. Diese Substanzen wirken ähnlich wie das Hormon Östrogen und könnten damit eventuell das endokrine System bereits während der vorgeburtlichen Phase durcheinander bringen.
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